Ein abgelaufenes Medikament oder ein fehlendes Verbrauchsmaterial im entscheidenden Moment kann eine Behandlung gefährden. Die folgenden Routinen sind bewusst einfach gehalten, damit sie zuverlässig eingehalten werden.
Was: Es werden nur Arzneimittel und Verbrauchsmaterialien eingesetzt, deren Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist.
Wie: Haltbarkeitsdaten werden monatlich überprüft, anhand der Checkliste Nachbestellung.
Warum monatlich: Ein kurzer, regelmäßiger Check verhindert, dass abgelaufene Ware unbemerkt liegen bleibt, bis sie gebraucht wird.
Temperatur: Kühlpflichtige Arzneimittel und Reagenzien werden per Min-Max-Thermometer kontrolliert.
Wie oft: [Intervall ergänzen, z.B. täglich]
Lichtschutz: Nach Herstellervorgaben.
Zugriffsschutz: Arzneimittel sind vor unbefugtem Zugriff durch Patient:innen sicher verwahrt – nicht offen zugänglich im Behandlungsraum liegen lassen.
Warum: Falsche Lagerung kann die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen, ungeschützter Zugriff ist ein Sicherheitsrisiko.
📎 Vorlage: Checkliste Kühlschranktemperatur
Was: Rechtzeitige Nachbestellung, damit Verfügbarkeit jederzeit sichergestellt ist.
Verantwortlich: Rolle C bzw. Rolle A für patientenbezogene Medikamentenbestellungen (siehe Tagesablauf).
Warum fristkritisch: Bestellungen brauchen Vorlaufzeit – wer erst nachbestellt, wenn etwas bereits aus ist, riskiert eine Versorgungslücke.
📎 Vorlage: Checkliste Nachbestellung
Dokumentation: Jede Verordnung von Suchtgiften wird dokumentiert – auch wenn sie über das E-Rezept erfolgt.
Aufbewahrung: Nach Ausstellungsdatum geordnet, drei Jahre aufbewahrt, auf Verlangen den Behörden vorzulegen.
Vignetten: Diebstahlsicher aufbewahrt.
Warum so streng: Suchtgifte unterliegen einer eigenen gesetzlichen Dokumentationspflicht – Lücken hier haben rechtliche Konsequenzen, nicht nur organisatorische.